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Mental Load – die unsichtbare Last der Mütter

Mental Load bei Müttern: Ein unsichtbares Gewicht, das Du nicht allein tragen musst

Mental Load bei Müttern ist ein Thema, das in der heutigen schnelllebigen Gesellschaft immer mehr an Bedeutung gewinnt.

Viele Mütter fühlen sich durch die unsichtbare Last der ständigen Planung, Organisation und Sorge um Familie und Haushalt überfordert.

Dieser Artikel beleuchtet die verschiedenen Aspekte des Mental Loads, erklärt die tieferen Ursachen dieser Belastung und bietet praxisnahe Lösungsansätze, um den Alltag zu erleichtern.

Ziel ist es, Müttern Wege aufzuzeigen, wie sie ihren mentalen Stress verringern und mehr Zeit für sich selbst finden können.

Ein ganz normaler Vormittag im Leben einer Mutter

Stell Dir vor, Du sitzt an einem ruhigen Morgen mit einer Tasse Kaffee am Küchentisch.

Die Kinder sind in der Schule, das Haus ist still, und Du hast einen Moment nur für Dich.

Doch statt Ruhe zu finden, rast Dein Gehirn.

Du denkst an den Einkauf, der erledigt werden muss, an den Elternabend nächste Woche, an den Kinderarzttermin für die Kleine und daran, dass Du unbedingt noch die Winterkleidung der Kinder sortieren musst.

Und dann sind da noch die tausend kleinen Dinge, die im Laufe des Tages dazukommen werden.

Dieses ständige Gedankenkarussell ist bekannt als Mental Load – eine unsichtbare Last, die viele Mütter täglich tragen.

Was genau ist Mental Load?

Mental Load bezeichnet die geistige Last, die daraus resultiert, ständig an die vielen kleinen und großen Aufgaben zu denken, die im Alltag und im Haushalt anfallen. Es geht nicht nur um das Ausführen dieser Aufgaben, sondern um das Planen, Organisieren und Priorisieren, das oft unbemerkt bleibt und doch so kraftzehrend ist.

Warum betrifft es besonders Mütter?

Obwohl in vielen Familien beide Elternteile arbeiten, zeigen Studien, dass Frauen, insbesondere Mütter, den Großteil der unbezahlten Arbeit zu Hause übernehmen. Eine Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) zeigt, dass Frauen durchschnittlich 26 Stunden pro Woche mit Haushalt und Kinderbetreuung verbringen, während es bei Männern nur maximal 16 Stunden sind.Außerdem übernehmen Frauen dabei oft die Alltagsorganisation, während Männer während der Kinderbetreuung sich ehr für Spiel und Freizeit zuständig fühlen.

Der Mental Load ist also oft eine zusätzliche Schicht, die hauptsächlich von Müttern getragen wird.

Wie ist es bei dir? Wie gerecht teilt ihr die Care-Arbeit und Familienorganisation auf?

Die tieferen Ursachen des Mental Loads

Die Gründe für diesen ungleichen Mental Load sind vielfältig. Kulturelle Erwartungen und traditionelle Geschlechterrollen spielen eine große Rolle.

Viele von uns sind mit der Vorstellung aufgewachsen, dass die emotionale und organisatorische Arbeit innerhalb einer Familie hauptsächlich Sache der Frau ist.

Diese tief verwurzelten Annahmen sind schwer zu überwinden und führen dazu, dass Mütter sich oft überfordert fühlen, weil sie glauben, sie müssten alles perfekt machen.

Kurzfristige Lösungsansätze bei Überbelastung

  1. Kommunikation in der Partnerschaft: Es ist wichtig, dass Du offen mit Deinem Partner sprichst. Teile Deine Gedanken und Gefühle bezüglich des Mental Loads, den Du trägst. Gemeinsam könnt ihr Aufgaben fairer verteilen und vielleicht sogar einen Wochenplan erstellen, der beiden hilft, den Überblick zu behalten.

  2. Selbstfürsorge: Plane bewusst Zeiten ein, in denen Du Dich um Dich selbst kümmerst. Ob ein Buch lesen, Sport treiben oder einfach mal nichts tun – diese Momente sind wichtig, um Deine Batterien wieder aufzuladen.

  3. Delegation und Loslassen: Lerne, Aufgaben zu delegieren und akzeptiere, dass sie vielleicht anders erledigt werden, als Du es tun würdest. Es ist in Ordnung, um Hilfe zu bitten, sei es von Familienmitgliedern oder durch professionelle Dienstleistungen.

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Langfristige Strategien

  1. Bildung und Bewusstsein schaffen: Je mehr Menschen, insbesondere Männer, über Mental Load informiert sind, desto eher können traditionelle Rollenmuster aufgebrochen werden. Workshops, Bücher und Artikel können helfen, das Bewusstsein zu schärfen.

  2. Politische und gesellschaftliche Veränderungen: Unterstütze politische Maßnahmen, die eine gerechtere Verteilung der Familienarbeit fördern, wie z.B. flexiblere Arbeitszeiten, bessere Kinderbetreuungsangebote und gerechtere Elternzeitregelungen.

  3. Netzwerke nutzen: Suche den Austausch mit anderen Müttern, die ähnliche Erfahrungen machen. Gemeinsame Treffen oder Online-Foren können ein Ort sein, um Unterstützung zu finden und Strategien zu teilen.

Ein Beispiel aus dem Leben einer Mutter

Julia eine zweifache Mutter, die sich oft überwältigt von ihrem Mental Load fühlte. Seit der Geburt ihres zweiten Kindes vor 3 Jahren schien ihr alles immer mehr über den Kopf zu wachsen.

Ihr fehlte inzwischen die Lust, neben Haushalt und Kiderbetreuung noch etwas anderes zu machen als abends Netflix zu schauen.

Dabei hatte sie es früher geliebt, mit ihren Freundinnen zum Volkstanz zu gehen und Yoga zu machen.

Nach vielen anstrengenden Monaten beschloss sie, das Problem bei ihrem Mann anzusprechen.

Zu ihrer Überraschung waren ihr Mann nicht nur bereit zuzuhören, sondern auch sein verhalten zu ändern.

Er hatte ja bereits gemerkt, wie gereizt Julia war und das war nicht das, was er wollte. Gleichzeitig fielen ihm viele Dinge nicht auf und das Gespräch half ihm, die konkreten Baustellen im Alltag zu erkennen.

Ihr Mann übernahm mehr Verantwortung im Haushalt, und sie fanden eine lokale Studentin, die zweimal pro Woche nach den Kindern sah, damit Julia Zeit für sich selbst hatte.

Dieser Schritt veränderte nicht nur ihre tägliche Routine, sondern stärkte auch das Gefühl der Gemeinschaft und Unterstützung in ihrer Familie.

Du bist nicht allein

Wenn Du Dich im Mental Load dieser Mütter wiedererkennst, möchte ich Dir sagen: Du bist nicht allein. Es ist in Ordnung, überfordert zu sein und es ist in Ordnung, um Hilfe zu bitten.

Erinnere Dich daran, dass Dein Wohlbefinden genauso wichtig ist wie das Wohlbefinden Deiner Familie. Du verdienst Unterstützung und Anerkennung für all das, was Du tust.

Lass uns gemeinsam Wege finden, um die Last, die Du trägst, leichter zu machen. Du hast es verdient, auch mal zu verschnaufen.

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Der Weg raus aus dem Mental Load

Diese Punkte hier helfen dir konkret, einen Weg aus dem Mental Load bei Müttern zu finden:

  • Tagebuch der Gedanken: Lege dir ein Heft zu, dass dazu dient, über eine Woche alle Gedanken und Sorgen zu notieren, die im Alltag auftauchen. Ziel ist es, ein Bewusstsein dafür zu schaffen, was alles unbewusst an mentaler Last getragen wird.
  • Checkliste der täglichen Aufgaben: Mache eine Liste mit gängigen Haushalts- und Familienaufgaben, die häufig unbemerkt bleiben. Diese Liste hilft zu identifizieren, welche Aufgaben mentalen Stress verursachen.
  • Prioritäten setzen: Sortiere die Aufgaben nach Wichtigkeit und Dringlichkeit.
  • Delegationsplaner: Mache eine Liste mit den regelmäßigen Aufgaben, um die Aufgaben innerhalb der Familie oder an externe Dienstleister zu delegieren.
  • Nein sagen lernen: Übe Techniken, um effektiv Grenzen zu setzen und nicht zu jeder Anforderung Ja zu sagen.
  • Selbstfürsorge-Planer: Sammle Ideen und Pläne für regelmäßige Selbstfürsorge-Routinen, die helfen, Stress abzubauen und die eigene Gesundheit zu priorisieren.

In diesem Artikel hast Du gesehen, wie groß das Problem des Mental Loads ist, aber auch, dass es Lösungen gibt, die Dir helfen können, dieses unsichtbare Gewicht zu vermindern.

Lass uns diesen Weg gemeinsam gehen, Schritt für Schritt, Tag für Tag.

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Dagmar

Dagmar Gericke von der Feeling Family®: Ich bin Mutter von vier Kindern im Alter zwischen 9 und 30 Jahren. Außerdem bin ich Kommunikationstrainerin, Theaterpädagogin und Elternbloggerin. Ich bin davon überzeugt, dass wir, indem wir uns selbst und unsere Familien heilen, auch unsere tief zerstrittene Welt heilen. Der Wandel beginnt immer bei uns selbst. Willst du mehr über mich wissen? Dann schaue hier: https://feelingfamily.com/about/