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Warum du ohne Gefühle keine sinnvollen Entscheidungen treffen kannst.

Im Jahre 1982 hatte der Neurologe Antonio Damasio einen erstaunlichen Patienten namens Elliot in seiner Praxis. 
 
Elliot hatte einen kleinen Tumor im Gehirn gehabt, der erfolgreich entfernt werden konnte. Die Heilung verlief gut und Elliot hätte in sein altes Leben zurückkehren können.

Doch es passierte etwas Seltsames. Er war plötzlich unfähig auch nur die kleinste Entscheidung zu treffen. 
Wenn er etwas schreiben wollte und zwei Stifte standen zur Auswahl, konnte er sich für keinen der Stifte entscheiden. 
 
Auch schaffte er es nicht mehr, einen Radiosender einzustellen, weil  er sich für keinen Sender entscheiden konnte. 
 

Seine Unfähigkeit sich zu entscheiden zog sich fortan durch Elliots Leben.

 
Der Neurologe Damasio stellte in seinen Untersuchungen fest, dass nicht wie vermutet die Intelligenz von Elliot verändert war, -die war völlig im normalen Bereich -sondern sein Gefühlszentrum im Gehirn war durch den Tumor zerstört worden.
 
Ähnliche Berichte fanden sich auch von anderen Menschen, bei denen die Region im Gehirn, in der wir Gefühle speichern und verarbeiten, einer Krankheit oder einem Unfall zerstört wurde.
 
So beobachtete Damasio bei seinem Patienten auch die Abwesenheit von jedem Gefühlsausdruck und jeder Regung.  Die Fähigkeit, Gefühle zu empfinden war ihm abhanden gekommen und damit gleichzeitig die Fähigkeit, sich entscheiden zu können.
 
Das war der Anstoß von einem Paradigmenwechsel in der Psychologie. Nicht das Denken, der Verstand entscheidet allein. 
 
Ohne Gefühle ist unser Verstand quasi nicht in der Lage eine Entscheidung zu treffen, die für uns die Richtige ist.

Der Verstand braucht die Rückkoppelung durch unsere Gefühle, um sinnvoll handeln zu können.
 
Das bedeutet auch, je sicherer wir unsere eigenen Gefühle erkennen können, desto bessere Entscheidungen können wir für uns treffen.

Je mehr wir auch unseren Kindern bei ihrem Weg durch den Gefühlsdschungel helfen, desto mehr spüren sie, was sie wirklich wollen.
 

Gefühle sind die Grundlage für ein Leben, dass wir nach unseren Bedürfnissen und Vorstellungen ausrichten.

 
Viele Jahre spielten Gefühle nur eine untergeordnete Rolle in der öffentlichen Wahrnehmung und bis heute fällt es vielen Menschen schwer, ihre Gefühle wahrzunehmen und auszudrücken.
 
Zu oft wurde ihnen gesagt: „Sei doch nicht so emotional.“ „Heul nicht rum.“ „Ein Indianer kennt keinen Schmerz.“ oder „Lass uns das doch mal rational betrachten.“
 

Die Gewaltfreie Kommunikation ist ein wunderbarer Weg, sich wieder sicherer in der Welt der Gefühle zu bewegen und damit auch sicherer den Gefühlen der Kinder begegnen zu können.

Nicht umsonst heißt die Gewaltfreie Kommunikation auch: Eine Sprache des Lebens.

Für mich selbst war es für vielen Jahren, als ich durch die Gewaltfreie Kommunikation meinen eigenen Gefühlen wieder viel mehr Raum und Empathie entgegenbringen konnte, eine totale Befreiung. Das ist so wunderbar!
 
Und es macht das Leben mit Kindern wirklich einfacher.
 
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Dagmar

Dagmar Gericke von der Feeling Family®: Ich bin Mutter von vier Kindern im Alter zwischen 9 und 30 Jahren. Außerdem bin ich Kommunikationstrainerin, Theaterpädagogin und Elternbloggerin. Ich bin davon überzeugt, dass wir, indem wir uns selbst und unsere Familien heilen, auch unsere tief zerstrittene Welt heilen. Der Wandel beginnt immer bei uns selbst. Willst du mehr über mich wissen? Dann schaue hier: https://feelingfamily.com/about/