You are currently viewing Wie wir als Familie in die Krise gerieten – und es wieder ins fröhliche Familienglück geschafft haben
Blogparade: Als Familie durch eine Krise kommen. Zurück ins Familienglück

Wie wir als Familie in die Krise gerieten – und es wieder ins fröhliche Familienglück geschafft haben

Blogparade: Als Familie durch eine Krise kommen.
Ein Beitrag von Nicole Àthas Henn

Mütter im Burn-Out

Leider merkt  man es selbst  ja  erst, wenn man schon längst mittendrin ist.

Erst wenn die Erschöpfung wirklich groß ist und die ersten größeren Probleme nicht mehr weg zu lächeln sind, merken Mamis oft erst, wo sie  wirklich stehen: Am Rande zum Burn-Out im günstigsten Fall – oder schon mitten drin – im ungünstigsten Fall…

Und da stand ich Ende 2015: Mama- Burn-Out – mit allem drum & dran…

Dann ist es ohne Hilfe gar nicht so leicht, da auch heil wieder raus zu kommen. Das schlimmste was eine bedürfnisorientierte Mami dann auch noch aushalten muss, ist, dass sie durch die Erschöpfung nicht so da sein kann fürs Kind, wie sie gerne würde, und die Geduld nicht immer die größte ist… .

Das war aber mein größter Motivator:

Ich will zurück ins Familienglück!

Ich will mit meinem Kind einen tollen, lustigen, spaßigen und herzlichen Alltag leben!

Ich will dass wir als Familie wieder schöne und unbeschwerte Zeit haben!

Ich will das mein Sohn in 20 Jahren sagt, er hatte eine schöne Kindheit – wo er sich geborgen und geliebt gefühlt hat – und wir viel Spaß zusammen hatten.

Dieser Wille hat mich gesunden lassen. Und heute bin ich so dankbar, dass wir diese schwere Zeit ohne große Kollateralschäden überstanden haben.

Da hat das Familienbett, Langzeitstillen, Tragen usw. aus meiner Sicht auch einen großen präventiven und akuten Anteil daran gehabt: dass unser Sohn a) ohnehin vorab sicher gebunden war und b) durch z.B. Familienbett & Stillen trotzdem immer viel Nähe & Zuwendung erfahren hat, auch wenn der Tag mal blöd gelaufen ist.

Doch wenn dein Akku total  leer ist – dann ist  alles  einfach nur noch anstrengend–  braucht alles viel mehr Zeit, der Kontakt zu dir selbst und deinem Kind verschlechtert sich, Selbstzweifel fangen an zu nagen, Krankheiten und chronische Schmerzen melden sich , die Partnerschaft leidet – der Selbstwert sowieso- und meist sind dann auch noch der Beruf und die Finanzen mit betroffen…

Ziemlich uncool, kann ich da aus eigener Erfahrung sagen.

Familienglück ist Herzensglück ist Lebensglück, da es alle Ebenen deines Lebens beeinflusst – im Positiven wie im Negativen!   Familie ist eine große Kraftquelle; ob es dir jedoch Kraft gibt oder Kraft raubt – das ist der entscheidende Unterschied!

Die gute Nachricht lautet:

Glück ist eine Frage der Haltung, Fokus und  Übung-  demnach ist es auch für dich möglich dich neu auszurichten und Fülle zu Leben. Das klingt doch wunderbar, oder?

Was wünscht du dir denn für dein Famlienleben?

Die vielen Entwicklungsprozesse als Mutter und Familie haben mich wachsen lassen. Es bedeutete viele Höhen und Tiefen zu erleben.  Meine romantischen Vorstellungen von mir als Mutter und unserem Familienleben fanden bereits mit der holperigen Geburt unseres Sohnes ein schnelles Ende – und meine erste Lernlektion als Mutter war: was auch immer du planst , es kann gaaaaaaaanz anders kommen.

Kennst du das auch?

Da lohnt es sich ungemein in Gelassenheit und Flexibilität zu üben – dann wird vieles einfacher ;).

Wie wir in die Krise gerieten:

Obwohl ich mein Baby über alles liebte und mein Bestes für ihn gab, fühlte ich mich im ersten Babyjahr recht  sozial isoliert – unter anderem, weil wir sehr bedürfnisorientiert und unerzogen auf einem konservativen Kaff  lebten. So fand ich selten die konstruktive Unterstützung, die ich gebraucht hätte.

Wenn man  zusätzlich seit zwei Jahren nicht mehr als 2 Stunden am Stück geschlafen hat, aber schon wieder arbeitet – und dann noch einen Waldkindergarten gründet, kann es dann passieren, dass eine Negativspirale einsetzt. So sehr ich auch unser  Familienglück genoss, habe ich irgendwo die falsche Abfahrt genommen und erst viel zu spät bemerkt, dass ich schon länger an meinen Bedürfnissen vorbei lebte und es zu viel für mich war.

Letztlich bin ich einfach viel zu früh wieder arbeiten gegangen; ich hatte weder Lust noch gesteigerte Motivation dazu – aber unpraktische Glaubenssätze wie „Ich möchte ein schönes (großes) Heim mit Garten für mein Familienglück haben“, zum Beispiel erforderten mein Gehalt.

Die Arbeit hatte mich weder glücklich gemacht – noch habe ich große Wertschätzung von meinem Arbeitgeber dafür erhalten. Dafür hatte ich aber stetigen Termindruck; musste mein Kind (und mich) morgens nerven damit wir los kommen – nach 6 Stunden Arbeit ohne Pause dann Kind wieder abholen – was dann ausgeruht vom Mittagsschlaf auf Bespaßung und Spielen aus war – und ich eigentlich doch auch ein Mittagsschläfchen wollte. Gepaart mit einem Stillkind, was noch lange nachts alle 2 Stunden Bedarf hatte und ein unruhiger Schläfer war – alles andere als eine gute Kombi.

Heute würde ich es natürlich anders machen; in der Schwangerschaft in einer kleinen Wohnung bleiben – damit nicht der finanzielle Druck da ist, arbeiten gehen zu müssen.

Heute bin ich kein Fan mehr von zu früh arbeitenden Mamis – weil ich es zu oft sehe und erlebe, dass diese Mamis eigentlich gegen ihren inneren Wunsch (ich möchte schöne & entspannte Familienzeit & mein Kind genießen) leben – und dann einen stetigen Termindruck, Hetze und Stress erleben – der sie mürbe macht & was sich wieder negativ auf die Lebensqualität auswirkt – und die Negativspirale setzt dann leicht ein.

Es geht nicht um eine Wertung dessen. Es gibt bestimmt ganz viele Mamas, die eine wahre Freude daran haben wieder früh zu arbeiten – aber die entscheidende Frage ist auf lange Sicht – geht es mir gut dabei?

Frauen, die heute Mütter werden, sind in der Regel schon länger im Beruf – haben studiert oder eine Ausbildung gemacht und führen schon viele Jahre ein eigenes Leben.

Da ist die eingangs beschriebene soziale Isolation im ersten Jahr für viele erschreckend – und sie denken, sie bräuchten die Arbeit für die mentale und soziale Ausgleichung, Anerkennung und sozialen Austausch. Aber mal ehrlich – ein tolles Netzwerk, schönes Hobby – und Mut auch mal alleine etwas für sich tun würde es in vielen Fällen genauso tun als Ausgleich – als unbedingt einer Arbeit nachzugehen, oder?

Abschließend haben mich auch diese ganzen „gut gemeinten“ Tipps und Überlagerungen von anderen am meisten genervt.

Warum fühlen sich so viele Menschen berufen, einem ihre Geschichte und Begrenzungen als die große Wahrheit zu verkaufen – nur weil ich nun Mutter geworden bin???

Hallo – ich habe 10 Jahre pädagogische Ausbildung hinter mir – meinst du ernsthaft da will ich schlaue „Tipps“ aus den 60 ´ern hören – über schreien lassen, alleine schlafen, usw.???

Das sind alles Mechanismen, die Mütter schwächen – weil sie so sensibel und offen sind nach der Geburt. Da wünsche ich mir einen viel wertschätzenderen Umgang mit Mamis!

Erkenntnisse aus der Krise

Durch diesen Wachstumsprozess als Mama und Heilungsprozess nach dem Burn–Out kann ich heute so viele Dinge wesentlich entspannter sehen – freundlicher mit mir und meiner Familie sein – und vor allem gut für mich und meine Bedürfnisse sorgen.

Das ist das A & O für Familienglück!

Es ist für Familienglück so wichtig, dass es Mama gut geht – da der Familienorganismus ein sehr empfindlicher Organismus ist – und sich Misstöne sofort in deinen Kindern widerspiegeln.

Diese werden dann meist entweder verhaltensoriginell oder sehr still, um ihren inneren Stress über die Familienatmosphäre, Beziehungsverlust, o.ä. auszugleichen. Der Pudels Kern liegt hier in den meisten Fällen jedoch bei den Eltern und der Familiensituation und selten bei den Kindern.
Deswegen ist es mir ein Herzensanliegen anderen Mamis, die sich in ähnlicher Situation wiederfinden, dabei zu unterstützen ihr Glück wieder zu erkennen und zu entfalten.

Ich kann alle Mamis und Familien nur ermuntern sich zu trauen auf die eigenen Bedürfnisse und Wünsche zu hören und sie umzusetzen – wer dagegen lebt wird auf Dauer nicht glücklich werden – und davon haben die Kinder am allerwenigsten! Unsere Töchter und Söhne wollen in erster Linie, dass es ihren Lieben gut geht, weil dann sind diese offen im Herzen – und dann geht es den Kleinen meist auch automatisch gut.

Demnach ist gute Selbstfürsorge ein guter Indikator für Familienglück.

Wer mit sich selbst gut auskommt – da ist es gar nicht mehr so wichtig (oder schlimm) was andere tun 😉 – einfach weil die Gelassenheit da ist – die viel Raum für Freude lässt.

Stressiger & überreizter Alltag
Kaum eine Familie ist davon heutzutage verschont. Viele Familien – darunter auch wir – landen nach 2-3 Jahren durch Stress,  alltägliche Routine   & ungestillte Bedürfnisse eher in einem spaßfreien Hamsterrad statt im lebendigem Familienglück – und denken dabei es sei “normal”  oder  unvermeidbar – und leiden dann darunter.

Meine Erfahrungen aus meinen Lernprozessen lauten jedoch: Entscheidend ist,  wie wir mit einer Situation umgehen, welche Haltung wir dazu haben und was wir daraus machen! Sowie es essentiell ist, wie gut wir darin sind, auch für uns selbst zu sorgen.

Dein Alltag ist ihre Kindheit!

Bedenke: Dein Alltag ist ihre Kindheit! Demnach ist dieser für die spätere Wahrnehmung deines Kindes seiner Kindheit enorm wichtig, wie wir diesen Alltag gestalten.

Nicole Àthas Henn

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Wie ich dich unterstützen kann:

..

👉  5-Tage-Emailkurs für mehr Frieden im Familienleben für 0 €

Fünf Tage lang erhältst du jeden Morgen eine Email mit einem Impuls, mit dem du sofort dein Familienleben verbessern kannst. Du bekommst leicht umsetzbare Aufgaben für den Tag, so dass du jeden Tag ein Stück mehr Frieden in der Familie erleben kannst.
Hier kannst du dich für den Emailkurs anmelden:

5-Tage-Emailkurs für mehr Frieden in der Familie

.

👉 Selbstfürsorge-Challenge für Mamas

“Wer macht das denn alles, wenn ich es nicht tue”
“Doch was ist mit mir? Wer kümmert sich um mich?”Wenn du diese Gedanken kennst, dann ist diese kraftvolle Selbstfürsorge-Challenge genau richtig für dich.
Denn nur, wenn es dir als Mutter gut geht und deine Akkus aufgefüllt sind, kannst du wirklich gut für deine Kinder sorgen. Gerade drohen die Akkus bei vielen Müttern leer zu laufen.
Wenn du einen einfachen Weg suchst, für dich zu sorgen, ohne dass du dafür in ein Wellnesshotel reisen musst, dann komme in die Selbstfürsorge-Challenge.
.

👉7 Gründe, warum dein Kind nicht kooperiert!

“Warum kann das Kind nicht einfach mal machen, was ich sage?
Warum muss das so kompliziert sein?
So anstrengend?
Es heißt doch, Kinder sind soziale Wesen und wollen kooperieren. Warum wissen das meine nicht?“
Kennst du diese Gedanken?
Dann ist dieser er Onlinekurs genau richtig für dich: 7 Gründe, warum dein Kind nicht kooperiert!
Der Kurs kann dein Leben spürbar leichter machen!
Kinder haben immer, wirklich immer, einen Grund, warum sie nicht kooperieren. Auch wenn wir ihn nicht immer erkennen.
Nach dem Kurs wirst du erkennen, was dein Kind vom kooperieren abhält und wie du ihm die Kooperation erleichterst. Und zwar ganz ohne Tricks.
.

Dagmar

Dagmar Gericke von der Feeling Family®: Ich bin Mutter von vier Kindern im Alter zwischen 9 und 30 Jahren. Außerdem bin ich Kommunikationstrainerin, Theaterpädagogin und Elternbloggerin. Ich bin davon überzeugt, dass wir, indem wir uns selbst und unsere Familien heilen, auch unsere tief zerstrittene Welt heilen. Der Wandel beginnt immer bei uns selbst. Willst du mehr über mich wissen? Dann schaue hier: https://feelingfamily.com/about/
  • […] Mütter im Burn-Out. Leider merkt  man es selbst  ja  erst, wenn man schon längst mittendrin ist. Erst wenn die Erschöpfung wirklich groß ist und die ersten größeren Probleme nicht mehr weg zu lächeln sind, merken Mamis oft erst, wo sie  wirklich stehen: Am Rande zum Burn-Out im günstigsten Fall – oder schon mitten drin – im ungünstigsten Fall… Und da stand ich Ende 2015: Mama- Burn-Out – mit allem drum & dran… Weiterlesen […]

  • Hallo, mir fehlt die Rolle des Mannes in dieser ganzen Familienglück Geschichte! Ich habe genau das auch erlebt, aber meinem Empfinden nach, nicht weil ich es nicht schaffe, sondern weil man es allein eben nicht schaffen kann. Dafür hat man doch eine Damir gegründet. Hierzu hätte ich Tipps gesucht. Aber hier ist der Mann/Vater gar nicht vorgekommen? Ramona