Wie du die Bedürfnisse aller in deiner Familie vereinst und dabei glücklich und zufrieden bist!

 
Naaaaa?
 
Diese Überschrift hat dich neugierig gemacht, stimmt’s?

Willst du endlich wissen, wie das geht, wie du endlich, endlich zur eierlegenden Wollmilchsaumutter wirst, die keinen Schlaf mehr benötigt und absolut gelassen auf jeden Wunsch eingehen kann, nie gereizt zu den Kindern ist und auch ihrem Mann immer mit derselben Aufmerksamkeit behandelt wie am ersten Tag.

Wahrscheinlich bist du eine Mutter, denn ein Vater hätte jetzt eher gedacht: “Warum soll ich denn die Bedürfnisse aller vereinen? Da können die sich doch auch selbst drum kümmern.”
 
 

Und jetzt sei bitte ganz tapfer!

 
 
Es gibt keinen Weg, wie du die Bedürfnisse aller vereinst und dabei glücklich und zufrieden bist.
 
Aus einem ganz einfachen Grund: Es ist nicht deine Aufgabe, die Bedürfnisse aller zu vereinen. Damit übernimmst du etwas, was dich übernimmt.
 
Marshall B. Rosenberg, der Begründer der Gewaltfreien Kommunikation, sagte zum Leben mit Kindern:
„Meine Definition von Hölle ist, Kinder zu haben und zu glauben, es gibt so etwas wie eine perfekte Mutter.“
 
Und in diese Hölle, die Perfektionshölle, landen so viele Mütter. Sie wollen so gerne alles schaffen, alles hinkriegen. Vor allem wollen sie, dass es den anderen gut geht.

Ja, ich weiß. Mütter (Väter nicht ganz sooft) wollen das gerne übernehmen. 
Sie schauen fast Tag und Nacht nach den Bedürfnissen anderer, bis sie selbst fast umfallen. Ich bin ja selbst Mutter. Das Thema ist mir nicht unbekannt.

 

Und jetzt soll bitte dafür eine Lösung her, damit es allen in der Familie gut geht und mir als Mutter dabei auch.

Da kannst du nur scheitern, wenn du das als deine alleinige Aufgabe ansiehst.
(Und es ist ja auch nicht so, dass die Bedürfnisse aller Familienmitglieder egal sind. Bedürfnisse sind wichtig, ganz klar und auch der Blick auf die Bedürfnisse der anderen. Bei den Bedürfnissen geht es noch um so viel mehr.)

Ich möchte einen Weg aufzeigen, wie es dir besser gehen kann und wie du mehr das tust, was du wirklich tun willst. Und das wiederum hat eine Ausstrahlung auf das Wohlbefinden deiner ganzen Familie.
 

Wie war das damals, bevor du Mutter wurdest?

Jetzt gehen wir erst mal einen Schritt zurück, zu der Zeit, als du noch nicht Mutter warst (ich gehe jetzt mal davon aus, dass du Mutter bist, weil du auf das Ding mit den Bedürfnissen angesprungen bist.)

Du hast gearbeitet, vielleicht hast du auch studiert. Wahrscheinlich war dein Tag gut gefüllt so wie bei den meisten Menschen heute.
 

Dein Leben als Bücherregal.

Jetzt stell dir bitte mal vor, dein Leben wäre wie ein Bücherregal und es ist gut gefüllt.

Da ist das Buch Job im Regal, außerdem Freunde treffen, ins Kino gehen,  einkaufen, Yoga machen, Wäsche waschen, mit dem Partner Zeit verbringen, Erholung, Reisen, Weiterbildung und so einiges mehr, was zu deinem Vorkindleben gehört.

Nun bekommst du ein Kind. 

Damit kommen jede neue Bücher in das Regal: Stillen, Wickeln, Spielen, Arztbesuche, Treffen mit anderen Eltern. Einige der vorhandenen Bücher sind außerdem deutlich schwerer und dicker geworden wie das Haushaltsbuch.

Gleichzeitig hast du mit der Geburt einige Bücher rausgenommen: Job, ins Kino gehen, vielleicht auch Freunde treffen und Weiterbildung.

 

Noch passt dadurch alles in dein Regal.

 
 
Doch dann, heute oft nach einem Jahr, kommt bei den meisten Müttern der Punkt, wo es schwierig wird: Sie packen immer mehr Bücher in ihr Regal, ohne vorher andere hinauszunehmen. 
Wenn das Baby älter wird, kommt meistens das Buch Job oder Studium wieder hinzu. Das ist ein dickes Buch und weil es so groß ist, packst du es einfach oben rauf. 
Zwar kannst du nach einer Weile das Buch Stillen und Wickeln herausnehmen, doch treten an dessen Stelle Kinderturnen und Spielplatzbesuche. Elternabende.
Das Buch Haushalt behältst du meistens komplett. Manchmal schaust du neidisch zum Regal deines Partners, wo das Buch Haushalt vielleicht nur dünn ist.

Denn das ist, was bei den meisten Müttern passiert ist.

Meistens, ohne dass sie es bewusst geplant haben.
Sie haben nicht nur ihre eigenen Bücher im ihrem Regal, sondern auch viele Bücher der anderen. So wird das Bücherregal, das dein Leben ist, immer überladener, bis es irgendwann zusammenbricht und alles rausfällt. 
Wenn du es denn soweit kommen lässt…
 
Ist das wirklich meins?
 
Jetzt kommt der Punkt, der für viele Mütter echt schwer ist, aber notwendig, wenn das Bücherregal deines Lebens nicht unter der Last zusammenbrechen soll.

Schaue dir jedes einzelne Buch an und frage dich: Ist das wirklich meins? Wenn nein, wem gehört dieses Buch? 
Will ich dieses Buch wirklich behalten oder gebe ich es zurück? 
Und welche meiner eigenen Bücher will ich behalten? 
Welche Bücher nehme ich raus? 


Du entrümpelst also dein Bücherregal und schaffst so Platz.

 
Notwendigen Platz, damit das Regal nicht zusammenbricht oder ächzt unter der Last der Bücher.

Und ja, der Schritt erfordert Mut. Denn manche Bücher stehen schon solange im Regal. 
Zum Beispiel das Buch: Ja, ich bringe selbstgebackenen Kuchen mit zum Schulfest.
Oder: Ich bügele all deine Hemden.
Oder: Ich übernehme alle Arztbesuche und Vorsorgeuntersuchungen der Kindern.
Oder: Ich übernehme den Großteil der Hausarbeit.
 
Du brauchst die jetzt nicht alle fortwerfen. Doch nur wenn du schaust, was du in dem Regal deines Lebens drin haben willst und was nicht, wenn es eine bewusste Entscheidung ist, dann kann es für dich entspannter werden.

Wenn es für dich so wie für die meisten Menschen schwierig ist, etwas aus dem Regal rauszunehmen, dann schau genau hin: Was hält mich davon ab?
Welche Angst könnte dahinter stecken, dass ich das Buch nicht rausnehmen will?
Welche vorgestellten Erwartungen der anderen glaube ich damit zu erfüllen. Warum will ich diese Erwartungen erfüllen? 
Welche Ansicht habe ich über mich selbst, die mich dieses Buch im Regal stehen lässt? 
Will ich immer noch die brave Tochter sein?
Die Mutter, die alles wuppt? Die Frau, die nicht klar zu ihrem Partner sein kann. Will ich auf keinen Fall als egoistisch angesehen werden?
Kann ich auch eine andere Ansicht über mich selbst entwickeln.
 
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Ein Buch rauszunehmen erfordert oft Mut. 

Vielleicht sagst du, ich kann nichts rausnehmen. Alles da drin muss da sein.
Stell dir jetzt einfach mal vor, du machst so weiter. Immer weiter. Dieses Jahr, nächstes Jahr, übernächstes Jahr…
Und alles bleibt so wie es ist.

Wenn der Gedanke für dich völlig in Ordnung ist und keine unangenehmen Gefühle auslöst, dann kannst du alles so belassen, wie es ist.
 
 
Falls du aber Unwohlsein bei der Vorstellung verspürst, dann braucht es den Mut, sich wirklich alles genau anzuschauen. Das Verrückte daran ist, dass Menschen oft lieber in einer schwierigen Situation verharren, weil sie auf eine bestimmte Weise Sicherheit vermittelt. 

In einem ungeliebten Job zu bleiben bedeutet auch, einen Job zu haben und sich keine Sorgen um die Finanzen zu machen.
Den Haushalt zu übernehmen bedeutet auch, nicht ins Gespräch darüber mit den Familienmitgliedern gehen zu müssen.
Ja zu sagen auch wenn du ein Nein meinst, bedeutet auch, keine Ablehnung in Kauf zu nehmen.

Schau dir die Ängste an, die du hast, wenn sich etwas verändert. Das ist normal und gehört dazu, dieses Unwohlsein. Das ist, weil wir die wohlbekannte Komfortzone verlassen.

Aber nur so kann Raum für Neues entstehen.

Der Grund, warum die meisten Träume nicht verwirklicht werden ist, dass Menschen dafür nichts in ihrem Leben ändern wollen. Sie nehmen kein Buch aus ihrem Regal, was notwendig wäre, um Raum zu schaffen für den Traum.

Und wenn jetzt dein Traum ist, „mit meinen Kindern glücklich und entspannt leben“, dann schaue genau, welche Bücher du dafür rausnehmen müsstest.  

So vieles was Menschen täglich tun, ist nicht das, was ihrem Leben wirklich dient. Es sind teils unglücklich gewählte Strategien, um sich Bedürfnisse zu erfüllen.

Wenn du jetzt also aus der Überschrift „Wie du die Bedürfnisse aller vereinst und dabei glücklich und zufrieden bist!“ den ersten Teil raus nimmst und dich auf den zweiten Teil konzentrierst, wirst du staunen, wie sehr das auch auf die Menschen in deiner Familie ausstrahlt.
Denn weder deine Kinder noch dein Partner haben etwas von dir, wenn du ständig am Limit lebst.
( Siehe auch Schreien ist nur das Symptom)
Stell dir vor, deine Liebsten haben höchstwahrscheinlich denselben Wunsch wie du an sie: Nämlich dass es dir gut geht so wie du dir wohl wünschst, dass es ihnen gut geht.

Um dahinzukommen, dass es uns gut geht, braucht es, zu schauen, was uns gut tut.

Das ist dann das, wobei du deine Kinder unterstützen kannst. Du kannst sie fragen, was ihnen gut tut. 
Was das ist, was sie wirklich tun wollen. Und zwar ohne dass du das für sie übernehmen brauchst. 
Denn auch deine Kinder sowie dein Partner haben die Kompetenz für ihre eigenen Bedürfnisse. 
 
Darauf darfst du vertrauen.
 
 

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