So wütend. Kinderbücher zum Thema Wut!

Die Wut ihrer Kinder ist wohl das Gefühl, was Eltern am meisten an ihre Grenzen bringt.

Dabei ist es für Kinder elementar wichtig, dass sie ihre Wut empfinden und ausdrücken können. Das Kind in seiner Wut anzunehmen ist einer der besten, wenn auch schwierigsten Wege  zu zeigen: “Ich liebe dich. Du darfst so sein.”

Kinder sind oft selbst überwältigt von der Wucht dieses Gefühls und brauchen die Eltern als Anker. (hier habe ich darüber mehr geschrieben: Wie du ein Wutgewitter deines Kindes überstehst)

In ruhigen Minuten bieten sich diese Kinderbücher an, in denen sich alles um die Wut im Bauch dreht:

 

Meine wilde Wut

„Meine wilde Wut“ ist ein Buch, was sich bereits an die jüngsten Wütenden richtet. Mit stabilen Pappseiten hält es es auch aus, an die Wand geworfen zu werden. Denn die Bilder des Buches geben den jungen Wutlingen viele Ideen, wie Wut aussehen kann. Manchmal wie ein Kopf voller Spaghetti mit Tomatensoße, manchmal ist da nur brüllen, manchmal trampeln,schmeißen, ziehen, reißen oder verstecken.

Wut hat viele Gesichter. Und es ist okay, wütend zu sein. Das verstehen Kinder, wenn sie sich das Buch anschauen.
Klare und eindringliche Bilder mit Kraft. Und immer auf der Seite des Kindes. Das Buch verurteilt und wertet nicht. Für mich das beste Buch, um kleinen Kindern die Möglichkeit zu geben, die Facetten ihrer starken Gefühle besser kennenlernen und einordnen zu können.

Meine wilde Wut
Jan von Holleben
Beltz&Gelberg Verlag
Ab 2 Jahre
Hier kannst du das Buch kaufen: https://amzn.to/2CvZiUy *
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Der Drache Wut-im-Bauch

Die Geschichte:

Franzi hat Geburtstag und sitzt mit ihren Eltern am Tisch, als ihre Freundin an der Haustür klingelt. Sie will mit Franzi Fahrrad fahren. Doch Franzis Eltern lassen Franzi nicht gehen, weil sie die Freundin viel zu wild finden. Außerdem kommen die Großeltern zu Besuch.
Franzi geht in ihr Zimmer und will etwas Süßes essen, da merkt sie, wie ihr Hals ganz dick wird. Sie hustet und würgt einen riesigen Drachen aus.
Der Drache ist fürchterlich wütend und wirft die Gummibärchen an die Wand. Franzi befürchtet, die Eltern könnten den Drachen hören und schiebt ihn ins Freie. Der Drache aber faucht: “Glaub bloß nicht, das du mich loswerden kannst, denn wir zwei gehören zusammen, ob dir das passt oder nicht.”
Während Franzi mit dem Drachen draußen umhergeht, lernt sie viel über Wut. Und dass der Drache ihre Wut ist. Als sie die Pranke des Drachens in die Hand nimmt, spürt sie eine gewaltige Kraft. Mit einem großen Sprung zerschmettert sie einen Schokoberg, der auf ihrem Weg lag. Ihre Wut zu spüren tut ihr unglaublich gut.
Sie übt mit dem Drachen noch ein paar ordentliche Wutausbrüche und fühlt sich dabei unglaublich lebendig. Der Drache dagegen ist gar nicht mehr so riesig.
Auf dem Rücken des drachens fliegt sie zurück nach Hause.
endlich schafft sie es, ihren Eltern zu sagen, was sie will, nämlich fahrradfahren und mit ihrer Freundin feiern.

Die eigenen Gefühle wahrzunehmen und Wut ausdrücken zu könnnen ist für Kinder sehr wichtig. So können sie anderen Menschen ihre Grenzen zeigen und auf ihre Bedürfnisse aufmerksam machen.
Wenn Kinder ihre Wut nicht ausdrücken können, drohen sie den Zugang zu sich selbst zu verlieren. In dem Buch wird Wut als Kraft gezeigt, die auch Veränderungen in Gang seztzen kann.
Ich mag dieses Buch, weil die Wut von Kindern als etwas dargestellt wird, was wichtig, notwendig und stark ist. Leider wird die Wut von Kindern viel zu oft als etwas dargestellt, was weggedrückt oder kanalisiert werden soll. Dabei ist Wut von Kindern eine reaktion auf die Umwelt, die ohne die Wut kaum von den Nöten der Kindern mitbekommen würde.
Im Nachwort erklärt eine Therapeutin vom Kinderschutzbund die Bedeutung der Wut für kleine Kinder.
Das Buch ist auchbesonders für Kindergärten zu empfehlen.

Der Drache Wut-im-Bauch
Jeanette Randerath und Susanne Dinkel
Thienemann Verlag
Ab 4 Jahre
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Jetzt bin ich wütend!

Die Geschichte:

Der Tag fängt für Lena nicht gut an. Sie tritt auf einem spitzen Baustein und beim Frühstück fällt ihr Honigbrötchen auf den Boden.
So geht ihr Tag auch weiter: Sie hat Streit im Kindergarten, das Mittagessen mag sie überhaupt nicht und auf dem Spielplatz streut ihr Bruder ihr Sand in die Haare.
Und zu guter Letzt verlangt ihre Mutter von ihr, dass sie das Spielzimmer aufräumen soll. Alleine, denn der kleine Bruder, der sein Spielzeug liegengelassen hat, schläft inzwischen auf dem Sofa.

In Lena kriecht die Wut vom Bauch herauf und sie explodiert. Sie rennt in ihr Zimmer und wirft dort Bausteine an die Wand. Ihre Mutter kommt, um sie zu trösten, aber Lena will alleine bleiben. Ihre Mutter gibt ihr Zeit alleine, sagt aber, dass sie bald wiederkommt.
Nach einer Weile kommt die Mutter wieder und nimmt Lena in den Arm. Da fängt Lena an zu erzählen, was bei ihr alles schief gelaufen ist. Die Mutter hört zu und zeigt Verständnis für Lenas Wutausbruch. Da geht es Lena schon viel besser.

Gemeinsam bauen sie aus den herumliegenden Bausteinen einen Wutbausteinturm, der mit Karacho umgeworfen wird.
Die eigenen Gefühle zu regulieren ist ein Entwicklungsprozess. Kleine Kinder sind noch schnell mit ihren Gefühlen überfordert. So auch Lena in der Geschichte.
Meine Kinder zeigen viel Verständnis für Lenas Wut. So ein tag, an dem einiges schief geht, das kennen sie auch. Für uns Erwachsene ist manchmal schwer zu erkennen , warum ein Kind wütend ist. Das Buch zeigt: Es gibt immer einen (oder mehrere Gründe). Und zugleich erfährt das Kind beim Vorlesen, wie wichtig es ist, jemanden zu haben, der einfach nur zuhört. Durch das Gesehen Werden schrumpft die Wut ganz schnell.

Jetzt bin ich wütend
Susa Hämmerle und Martina Gollnick
Hase und Igel Verlag
Ab 3 Jahren
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(*Die mit Sternchen gekennzeichneten Links sind Affiliate-Links zu Amazon, durch den ich im Falle einer Bestellung eine Provision erhalte, ohne dass für Euch Mehrkosten anfallen. Das Buch ist unabhängig davon aber auch im Buchhandel oder anderen Shops erhältlich.)

Lammwütend

Die Geschichte:

Das Lamm kann nicht wütend. Es möchte aber wissen, wie das geht, das mit dem wütend sein.
Also geht es zu der Ziege und fragt sie: „Kannst du wütend sein?“
Das ist ganz einfach, findet die Ziege und zeigt ein kräftiges Meckern. Das Lamm schafft nur ein leises „Mäh“.
Also geht das Lamm zum Hahn, um von ihm das Wütend-Sein zu lernen. Der Hahn ermuntert sie, so richtig lozukrähen, aber wieder schafft das Lamm nur ein zartes „Mäh“.
Ähnlich geht es ihr beim Esel und beim Schwein. Sie kann einfach nicht so wütend sein wie die anderen Tiere.
Enttäuscht trottet das Lamm zu einer Parkbank und setzt sich nachdenklich hin.
Da kommt der Wolf vorbei, der fröhlich singt:“….gleich fress ich dich, du kleines Lamm…“
Das findet das Lamm nicht komisch, aber der Wolf singt und singt. Während er näher kommt.
Jetzt endlich reicht es dem Lamm. Es steigt auf die Bank, holt tief Luft und blökt dem Wolf das schrillste „Määäääääääääääääh“ entgegen, was in ihm steckt. Der Wolf bleibt erschreckt stehen und dreht sich dann um und verschwindet im Wald. Dieses Lamm war ihm zu laut.
Das Lamm hüpft fröhlich blökend über die Wiese, daes jetzt endlich seine Wut entdeckt hat.

Wütend sein zu können ist eine wichtige Fähigkeit, die leider oft sehr negativ gesehen können. Mit ihrer Wut können Kinder zeigen, wenn ihre Grenze überschritten worden ist. Die Wut der Kinder ist eine wichtige Botschaft und eine starke Energie, vermittelt das Buch. In dem Buch wird nicht wie meistens in Büchern gesagt, wie Kinder ihre Wut anders ausdrücken können, sondern die Wut wird willkommen geheißen. Mir gefällt, dass die Wut hier nicht negativ bewertet wird, sondern als eine lebensnotwendige Energie, die wir alle manchmal gebrauchen können.

Lammwütend
Regina Schwarz und Julia Dürr
Ivy Verlag
Ab 3 Jahre
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5-Tage-Challenge für mehr Frieden in der Familie

 

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Der Onlinekurs:

Konflikte mit Kindern entspannter und leichter lösen

Das Leben mit Kindern könnte so wunderbar sein, wenn nur diese Auseinandersetzungen nicht wären…

Wut auf beiden Seiten, Stress, Ratlosigkeit – und der Wunsch, dass es anders laufen möge – begleitet viele Familien über Jahre.

Wie wir Konflikte respektvoll und auf Augenhöhe lösen, haben wir in der Regel weder in unserer Herkunftsfamilie noch in der Schule gelernt. Kein Wunder also, dass viele Eltern da genauso Lernende sind wie ihre Kinder.

Auch mich beschäftigt das Thema achtsame Kommunikation und konstruktive Konfliktbewältigung, seitdem ich Kinder habe. Denn ich war und bin überzeugt, dass wir den so dringend notwendigen Wandel in unserer Welt, von der die eigene Familie ein Teil ist, nur schaffen, wenn wir bei uns selbst anfangen. Und der Weg, den die Generationen vor uns gegangen sind, erschien mir in keinster Weise erstrebenswert.

Heute weiß ich, dass es geht und dass ich es lebe, dieses entspannte Familienleben voll beglückender Momente. Ja, da gibt es auch Konflikte. Doch an Konflikten dürfen wir wachsen, wenn wir sie als Wachstumschance begreifen und im Konflikt das liebevolle Miteinander – auch mit uns selbst – nicht verlieren.

Im Onlinekurs “Weniger Streit – Mehr Liebe” begleite und unterstütze ich dich auf deinem Weg in ein glückliches Familienleben.

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