“Ich will aber…!” Was der Unterschied zwischen einem Wunsch und einem Bedürfnis ist!

Kennst du das Märchen vom Fischer und seiner Frau?

Der Fischer fängt eines Tages einen sprechenden Butt und schenkt ihm das Leben. Als seine Frau davon erfährt, schickt sie ihn wieder ans Meer, um von dem Butt sich einen Wunsch erfüllen zu lassen.

Der Mann wollte noch nicht recht, wollte aber seiner Frau nicht zuwider sein und ging hin an die See. – Als er dort ankam, war die See ganz grün und gelb und gar nicht mehr so klar. So stellte er sich hin und sagte:

“Manntje’ Manntje, Timpe Te,
Buttje’ Buttje in der See,
Meine Frau, die Ilsebill,
Will nicht so, wie ich gern will.”

Da kam der Fisch angeschwommen und sagte: “Na, was will sie denn?” -“Ach”, sagte der Mann, “ich hatte dich doch gefangen gehabt, und meine Frau sagt, ich hätte mir auch etwas wünschen sollen. Sie mag nicht mehr in einem Topfe wohnen, sie möchte gern eine Hütte haben.” – “Geh’ nur hin”, sagte der Fisch, “sie hat sie schon.”

Da ging der Mann hin, und seine Frau saß nicht mehr in einem Topfe, aber eine kleine Hütte stand da, und seine Frau saß vor der Tür auf einer Bank. Da nahm ihn seine Frau bei der Hand und sagte zu ihm: “Komm nur herein, sieh, nun ist’s doch viel besser.” Da gingen sie hinein, und in der Hütte war ein kleiner Vorplatz und eine herrliche Stube und Kammer, wo für jeden ein Bett stand, und Küche und Speisekammer, alles aufs beste mit Gerätschaften und aufs schönste aufgeputzt, Zinnzeug und Messing, was da hineingehört. Hinten war auch ein kleiner Hof mit Hühnern und Enten und ein kleiner Garten mit Gemüse und Obst. “Sieh”, sagte die Frau, “ist das nicht nett?” – “Ja”, sagte der Mann, “so soll’s bleiben, nun wollen wir recht vergnügt leben” – “Das wollen wir uns bedenken”, sagte die Frau. Und dann aßen sie und gingen zu Bett.

Nach einiger Zeit fallen der Frau neue Wünsche ein. Der Mann richtet sie dem Butt aus und der Butt erfüllt alle Wünsche.
Bis eines Tages die Frau sich wünscht, Gott zu sein.
Am Ende verliert sie alles und sitzt wieder in ihrer armseligen Kate.

Generationen von Kindern wurde das Märchen vorgelesen, um Kindern mit erhobenen Zeigefinger zu vermitteln: „Sei zufrieden, mit dem was du hast. Sei dankbar und habe keine übermäßigen Wünsche.“

Vielleicht kennst auch du den Gedanken: „Was willst du denn noch alles? Bist du denn nie zufrieden?“, wenn dein Kind seine Wünsche äußert.

Vielleicht bemühst du dich auch, die Wünsche deiner Kinder zu erfüllen und bist an einem Punkt, wo es dir reicht.

Vielleicht fragst du dich auch, warum dein Kind so

viele Wünsche hat, obwohl du ihm soviel gibst?

Wünsche und Bedürfnisse – ein großer Unterschied.

Die Frau des Fischers in dem Märchen hatte viele Wünsche. Keiner  der Wünsche ließ sie dauerhaft zufrieden sein. Denn das, was hinter ihren Wünschen steckte, ihre Bedürfnisse, blieben unerfüllt.

Wünsche sind ein Versuch, sich ein Bedürfnis zu erfüllen. Doch nicht immer erfüllt der Wunsch das Bedürfnis. Und dann kommt ein Wunsch zum nächsten, weil das Bedürfnis unerfüllt bleibt.

Wünsche zu erfüllen in dem Glauben, ein Bedürfnis zu stillen, eine Falle, in die viele Eltern stolpern. Und erstmal ist auch nichts falsches daran, Wünsche zu erfüllen.

Doch wenn dein Kind nie zufrieden scheint, dann schau genauer hin: Welche Bedürfnisse stehen hinter seinen Wünschen?
Bleiben die Bedürfnisse trotz Wunscherfüllung unerfüllt?

Wenn dein Kind zum Beispiel das Bedürfnis nach Geborgenheit hat, kann es sein, dass es den Wunsch nach vertrauten Kinder-Serien hat. Doch wenn es um Geborgenheit im familiären Alltag geht, wird sein Bedürfnis durch die Serien unerfüllt bleiben.

Manchmal ist es gar nicht so leicht herauszufinden, was denn das Bedürfnis hinter einem Wunsch ist. denn es gibt ja auch Wünsche, die das Bedürfnis satt erfüllen.

Weißt du, welche Bedürfnisse hinter deinen Wünschen stehen?

Je eher wir das bei uns selbst erkennen, desto leichter können wir es bei unseren Kindern herausfinden.

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