Oder?
Doch ich behaupte mal, dass du dich feiern kannst, wenn dein Kind nicht einfach tut, was du willst.
Es gibt drei Hauptgründe, weswegen dein Kind tut, was du willst.
1. Grund: Angst
Ich selbst hatte als Kind Angst vor meinem Vater, der von einem Moment auf den anderen explodieren konnte. Ich hätte keinen Widerspruch gewagt. Gleichzeitig fehlte dadurch eine Basis in unserer Beziehung: Vertrauen. Nie wäre ich mit einer Sorge zu ihm gegangen.
Heutige Eltern wollen nicht mehr mit Gewalt ihre Kinder begleiten. Und doch kommt Gewalt manchmal ganz subtil daher.
„Ich geh jetzt nach Hause!“, ist einer von den Sätzen, mit denen Eltern ihr Kind zum Mitkommen bewegen wollen. Es kann sein, dass das Kind dann folgt – aus Angst. Denn der Verlust von Zugehörigkeit ist eine der größten Ängste von Menschen.
Deswegen funktioniert es ja auch, Kinder dazu zu bringen, dass zu tun, was wir wollen, indem wir ihre Ängste triggern. Die Folgen davon allerdings belasten eure Beziehung und können Spuren hinterlassen.
2. Grund: Scham
Kinder wollen geliebt werden und sind dafür auch bereit sich zu verbiegen. Scham ist etwas, was sich oft ins gesamte Erwachsenenleben streckt und immer wieder aufploppt. Sie ist auch nicht so leicht zu entlarven, weil sie ein so alltäglicher Teil unserer Kommunikation ist.
Da schaute einer der Männer aus der Gruppe das Mädchen an und sagte zu ihr: „Sag mal, hast du deine Tage? Hör mal auf zu nerven.“ Das Mädchen wurde ganz still.
Das Gefühl, sich zu schämen, ist so unangenehm, das Kinder viel tun und mitmachen, um es zu vermeiden. Auch wenn sie dadurch ihre eigenen Bedürfnisse nicht mehr ausdrücken können.
Ziemlich sicher wurdest auch du als Kind beschämt und so dazu gebracht, gegen deine inneren Bedürfnisse zu handeln. Beschämung ist einer der Hauptgründe, warum Menschen nicht das Leben leben, wovon sie träumen.
3. Grund: Verbindung
Außer sie sind dazu gerade nicht in der Lage, weil eigene dringende Bedürfnisse dem im Wege stehen. Die zu erkennen ist meine Aufgabe als Elternteil.
Ein Kind, das erlebt, das seine eigenen Gefühle und Bedürfnisse wichtig sind, kann ohne Angst und Scham kooperieren.
Je mehr du die Gefühle und Bedürfnisse deines Kindes wahrnimmst und annimmst, desto eher wird es in der Lage sein zu kooperieren.
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