„Spricht mein Kind richtig?“ Ein Interview mit einer Mutter zur Sprachentwicklung ihres Kindes.

Hier kannst du dir das Interview anhören:

D: Heute ist das Them“Sprache und Sprachentwicklung“ dran und das ist bei euch in der Familie gerade sehr aktuell. Magst du dazu etwas erzählen, wie das bei deinem jüngsten Sohn, er ist ja vier, so ist?

Suse: Er spricht die Wörter stellenweise nicht korrekt aus und spricht undeutlich. Manchmal bin ich mir nicht sicher, ob es beim Verständnis dessen, was man ihm sagt, eventuell Probleme gibt. Ich merke, wenn er selber etwas erzählen will, dass er Schwierigkeiten hat, die Worte zu finden oder es noch nicht so ausdrücken kann, wie er will. Oder ihm fehlen Worte, um das, was er eigentlich gerade alles loswerden will, in Sprache umzusetzen. Ein Beispiel für die Aussprache der Wörter ist es, D zu sprechen statt G. Also „delebt“ statt „gelebt“.

D: Wie war das bei deinem ersten Kind? Gab es Unterschiede bei der Sprachentwicklung im Vergleich zu deinem jüngeren Kind?

Suse: Da er in die Kita gegangen ist, kam zumindest von Seiten der Kita nichts, dass er hinterher wäre. Aber er hatte mit drei Jahren sehr viele Ohrenentzündungen hinter sich. Dann wurden Polypen festgestellt. Die wurden operiert und danach war es wirklich, glaube ich, nochmal besser von der Sprache und auch vom Hören. Die Hörleistung ist durch die Polypen schlechter. Insofern hatte das einen Einfluss. Aber sonst fiel er nicht weiter auf.
Was er nach wie vor macht, er ist jetzt acht, ist, dass er auch das D und G noch gerne verwechselt und sich das angewöhnt hat. Ich hatte ihn erst damit in Ruhe gelassen und dachte, das verwächst sich. Jetzt spricht der Kleinere es ihm aber nach. Da habe ich mit ihm geredet und korrigiere das jetzt. Das nimmt er auch an.
Ich merke, dass sowohl der Große als auch der Kleine verstehen: „Da gehört das G statt das D hin“. Manchmal reden sie es noch im alten Slang. Aber sie versuchen, das schon immer mehr zu beachten. Die Aufmerksamkeit ist da.

D: Wie hast du gemerkt, dass der Jüngere sich nicht im Durchschnitt der Sprachentwicklung befindet?

Suse: Durch den Vergleich mit anderen Kindern. Die haben schon viel mehr und viel klarer erzählt. Er war gerade soweit, dass man ihn verstehen konnte. Da fiel mir auf, dass das nicht so gut wie bei Kindern ist, die ich kenne, auch von der Aussprache bestimmter Wörter. Ich habe mich dann informiert. Aber vor allem fällt es auf, wenn man genug andere Kinder in dem Alter um sich herum hat.

D: Du hast gesagt, dass du bei deinem Älteren eine Verbindung zwischen den Mittelohrentzündungen und den Polypen und der Sprachentwicklung herstellst?

Suse: Ja.

D: Siehst du da bei deinem Jüngeren Ähnliches?

Suse: Ja, wir waren jetzt, weil er auch so nasal gesprochen und nachts angefangen hat zu schnarchen, beim Arzt. Nachdem er einen kleinen Infekt hatte, bin ich auf den Gedanken gekommen: „Hat er vielleicht auch Polypen? Hört er schlecht?“ Ich hatte den Eindruck, dass er schlechter hört und der Ohrenarzt hat einen Paukenerguss und eine schlechtere Hörleistung auf einem Ohr festgestellt.
Nun ist es aber jetzt so, dass es erstmal beobachtet wird, weil es innerhalb von einem Jahr auch oft von alleine wieder bessert. Deswegen sollen wir nach drei Monaten nochmal hinkommen. Die machen keinen Stress deswegen. Aber das ist etwas, das ich beachte, wenn er nachfragt: „Was?“Nämlich, dass er einfach auch auf einem Ohr eben ein bisschen gedämpfter hört und ich denke, das wird auch mit einen Einfluss auf seine Sprachentwicklung gehabt haben.

D: Was könntest du dir noch vorstellen, was die Ursachen sind?

Suse: Das ist das Schwierigste, was ganz viel Unsicherheit hervorbringt. Ich habe mir auch Gedanken gemacht, ob es die Ernährung ist, weil wir viel vegan gegessen haben. Auch vegetarisch, aber eben auch viel vegan. Gerade Ärzte machen da Angst. Es ist eher die Meinung verbreitet, dass Kleinkinder auf keinen Fall vegan oder auch nicht vegetarisch essen sollen. Da habe ich mir dann Sorgen gemacht: „Oh Gott, ist das jetzt meine Schuld? Hat ihm irgendwas gefehlt?“ Dass das also mit der Gehirnentwicklung zu tun hat und dadurch seine Sprache anders ist. Also, das ist etwas, was ich einfach nicht weiß. Das steht als Sorge für mich im Raum .
Er hat ja nun einen älteren Bruder und der ist nicht so gesprächig. Und ich glaube, das hat auch einen großen Einfluss. Ich merke, wenn er ihm nachspricht, dass er auch die Sprachfehler quasi mit übernimmt. Da ist schon eine große Verbindung. Sein Brunder ist ja auch ein Vorbild oder regt an oder regt eben nicht an.
Wir hatten bis vor ein paar Monaten auch die Medien noch sehr aktiv bei uns. Der Große saß sehr viel vor den Medien und hat mit der X-Box gespielt oder so.
Mir fiel auf, dass, wenn die Beiden zusammen gespielt haben, sie nicht viel kommuniziert haben. Seit wir die X-Box rausgenommen haben, ist viel mehr Kommunikation da. Auch der Große redet mit mir viel mehr und es wird mehr erzählt. Ich denke, es hat einen großen Einfluss, wieviel die Geschwister miteinander reden.

D: Sicher, denke ich mir auch. Das macht viel aus.
Er ist jetzt in einem Alter von viereinhalb, in dem er auch schon viel in Kontakt mit der Umwelt geht?

Suse: Mhm (bejahend).

D: Wie reagiert die Umwelt auf ein Kind, was nicht so redet, wie sie es vielleicht von einem Vierjährigen erwarten?

Suse: Glücklicherweise gar nicht komisch. Also Freunde, die ihn damit kennen und im letzten Jahr begleitet haben und meine Sorge kennen, die meinen sogar, wenn sie ihn dann nach drei Monaten wiedersehen: „Ach, er spricht ja schon viel klarer und viel besser“.
Sie gehen damit nicht problematisch um. Von Fremden bekommen wir auch keine komischen Reaktionen. Ich glaube, dass viele gar nicht einschätzen können, wie alt das Kind ist? Müsste das jetzt schon das können? Sondern man versucht, ihn entweder zu verstehen oder wenn man ihn gerade nicht versteht, wendet man sich an mich. Aber es ist eben auch in den letzten Monaten schon wirklich besser geworden. Die Kurve geht immer weiter nach oben. Er ist dem Durchschnitt auf jeden Fall hinterher, aber die Entwicklung ist trotzdem da, nur nicht in dem üblichen Zeitrahmen. Er ist immer besser verständlich und dadurch haben wir da eigentlich keine schlechten Reaktionen. Es wurde nicht komisch reagiert oder gefragt: „Stimmt da irgendwas nicht?“. Solche Fragen kamen nicht.

D: Gut, also den Stress habt Ihr nicht?

Suse: Nein.

D: Im Moment ist ein Thema, das dich sehr beschäftigt, die Sprachstandsfeststellung. Was beschäftigt dich da genau?

Suse: Die macht mir deshalb Stress, weil ich eben selbst schon gemerkt habe, dass mein Kind nicht im Durchschnitt liegt. Und bei so einer Sprachstandsfeststellung wird das ja zur Grundlage genommen: der Vergleich der Kinder, die Einteilung in Durchschnitt, schlechter, besser. Und weil wir in einer Gesellschaft leben, in der es sehr wichtig ist, wenn die Kinder nicht dem Durchschnitt entsprechen, dann soll sofort gefördert werden und muss auf jeden Fall was getan werden.
Meine Sorge ist, dass wir in eine Schublade gesteckt werden. Obwohl ich sehe, dass die Entwicklung da ist. Es ist keine Stagnation. Es gibt sogar noch eine ärztliche Diagnose, dass auch das Hören einen Einfluss hatte und ich nicht unter Druck gesetzt werden möchte.
Doch es ist so: Da stimmt was mit dem Kind nicht und jetzt muss unbedingt gefördert und gemacht und getan werden.
Aber ich wäre offen für Anregungen. Das könnte man da noch machen, oder wie man ihn da noch abholen und unterstützen kann. Aber ausgerichtet auf die Stärken und nicht auf diese Schwächen.
Ich sehe bei der Sprachstandsfeststellung dieses Problematisieren, denn dafür ist sie da. Die ist ja für Nicht-Kitakinder und ist für die Familien, die gerade frisch nach Deutschland kommen, die die Sprache nicht sprechen und die auch noch nicht groß Kontakte in der Gesellschaft haben. Wo wirklich die Sorge besteht, dass die Kinder im Unterricht nicht folgen können, wenn sie in die Schule kommen. Und dass sie sich sozial nicht zurechtfinden und so weiter. Und diese Sorge besteht bei Kjell überhaupt nicht.

D: Du wünschst dir also, dass du ein paar Tipps und Infos zu diesem Thema bekommen würdest, aber ohne, dass dir jemand konkret Dinge auferlegt, die du machen musst, sondern einfach nur Hilfestellungen.

Suse: Genau. Denn wenn ein Kind bei dem Test durchfällt, sind die Sanktionen inzwischen sehr scharf. Die Familie wird gezwungen, das Kind in die Kita zu geben, für fünf Tage die Woche, fünf Stunden pro Tag. Wie ich mein Leben gestalte mit den Kindern, ob er in die Kita geht oder ob nicht und in welche – diese Freiheit, darüber möchte ich selbst entscheiden.
Ich habe mich über diesen Test erkundigt. In dem Test wird das Kind als Objekt behandelt und nicht als das Subjekt, was es ja ist. Die sind, damit das wissenschaftlich erhebbar ist, natürlich standardisiert und nicht individuell. Nicht so, dass in einer angenehmen Atmosphäre individuell geguckt wird, wie reden die Kinder? Sondern da ist ein ganz klarer Ablauf, der den Erzieherinnen vorgeschrieben ist, die das durchführen. Es gibt sowohl gute als auch schlechte Erfahrungen von den Eltern, alleine wie die Behandlung stattfindet. Also, ob man als Individuum freundlich behandelt wird oder ob man sehr unangenehm behandelt wird und das schreckt sehr stark ab.

D: Das kann ich verstehen. Das ist bei vielen Untersuchungen so. Ich kenne deinen Jüngsten und ich sehe, dass er ein ganz lebhaftes, interessiertes Kind ist, das auch sozial auf andere Kinder zugeht. Ich sehe, dass er sprachlich noch verzögert ist. Ich selber habe viel Vertrauen, dass sich das entwickeln wird. Ich sehe die Entwicklung bei ihm und ich verstehe ihn.
Ich kann mir durchaus vorstellen, dass er in manchen Punkten noch Hilfestellung braucht. Aber inwieweit das jetzt durch Maßnahmen von außen gemacht werden muss, ist wirklich die Frage. Was würdest du dir denn jetzt genau wünschen, in Bezug auf den Umgang oder die Herangehensweise mit Kindern, die nicht der Norm entsprechen?

Ist ja blöd, ein Wort wie „Norm“ für Kinder, aber leider gibt es ja sowas bei uns und damit kommen wir immer wieder in Kontakt.

Suse: Es müsste Anlaufstellen geben, wo die Eltern in ihrer Selbstbestimmung gestärkt werden, beziehungsweise die Kinder in ihrer Entwicklung. Wo einem Handwerkszeug an die Hand gegeben wird. Also meinetwegen wo auch eine Diagnose gestellt wird. So, wie wenn ich eben auch zum Arzt gehe und der feststellt, ob eine Lungenentzündung vorliegt. Und dann gesagt werden kann: „Ach, da könnten Sie das und das machen!“
Und dass noch geguckt wird, wie ist das Leben, wie die Lebenssituation und was würde passen. Wenn die mir jetzt eine Übung vorschlagen, die überhaupt nicht mit den Interessen von Kjell zusammenhängt, dann macht das für mich keinen Sinn. Besser ist, dass sich das an dem orientiert, was er gerne mag, so dass ich gut daran anknüpfen kann.
Und ich möchte darin bestärkt werden, wenn ich mich in der Lage dazu fühle, dass mit ihm selbst durchzuführen. Ich brauche Tipps und Tricks dafür.
Nicht nur ich, sondern vielleicht auch Freunde und sein Vater und die Großeltern. Ich wünsche mir, dass ich selbst für die Anlaufstellen der Ansprechpartner bin und diejenige, die das machen kann. Und nur, wenn die Eltern sagen: „Das überfordert mich“, dann hat man die Möglichkeit, sich extern an jemanden zu wenden, der das übernimmt.

D: Also möchtest du im Grunde so eine Art offene Sprachwerkstatt?

Suse: Ja.

D: Wo du hingehen könntest und wo es Raum gibt für Hilfestellungen?

Suse: Ja.

D: Ohne Zwangsmaßnahmen?

Suse: Ja. Durchaus auch so, wie es Sportkurse für Kinder gibt. Regelmäßige Treffen, wo sie spielerisch die Sprache fördern. Und offene Gruppen. Aber wichtig ist für uns, dass wir die Freiheit haben, zu gucken: passt das für uns? Fühlt er sich wohl? Möchte er das machen? Ist das vor Allem spielerisch? Oder ist das aufgedrückt und verschult und sehr erzwungen? Also wie „Jetzt sprich das mal nach“ oder „So geht das“.
Das würde meiner Auffassung sehr widersprechen, wie Entwicklung, Lernen und Sprachentwicklung funktioniert. Das ist verschult und das würde ich nicht wollen.

D: So, zum Abschluss, Suse, hättest du noch Tipps für Eltern, die jetzt ein Kind haben, was gerade zweieinhalb oder drei Jahre alt ist und bei denen sie das Gefühl haben, ihr Kind ist von der Sprache nicht so weit ,wie andere Kinder? Was könntest du ihnen an Tipps geben, aus deiner Erfahrung?

Suse: Also, unbedingt darüber sprechen. Sich jemanden suchen. Vielleicht sogar jemanden, der mit dem Thema fachlich vertraut ist, um die Bedenken zu besprechen. Das hilft schon mal, um die Sorgen, die Dir im eigenen Kopf rumschwirren, zu relativieren. Mich hat beruhigt, dass damals der Kinderarzt gesagt hat, solange eine Entwicklung stattfindet, ist es schon mal gut. Wenn man feststellt, da findet eine Stagnation statt, dann muss man sich Gedanken machen.
Aber es muss ein Arzt des Vertrauens sein, oder meinetwegen eine Sprachtherapeutin. Oder irgendwer, bei dem man nicht Gefahr läuft, gleich in eine Schublade gesteckt zu werden und wo ganz viel Drama gemacht wird und gesagt wird: „Da muss sofort was gemacht werden“. Sondern, dass man erstmal eine Beratung findet und dann selbst entscheiden kann, wie das eigene Bauchgefühl dazu ist. Denn gerade, wenn die Kinder zwei, drei Jahre alt sind, wird inzwischen so viel Panik gemacht, wenn da ein Kind aus dem Raster fällt. Dabei relativiert sich wahnsinnig viel im Laufe der Entwicklung. Manche sind einfach später dran.

D: Es gibt ja die sogenannten Late-Talker.

Suse: Ja.

D: Die sind später dran. Das habe ich bei einigen Kindern, die ich kenne, erlebt. Die haben mit zweieinhalb Jahren noch kein Wort gesprochen, oder so gut wie kein Wort, und mit vier Jahren ganz normal.

Suse: Ja. Also, ich würde durchaus darüber sprechen und mir Menschen suchen. Weil das hilft, mit den eigenen Sorgen umzugehen und sich da nicht nur im eigenen Kreis zu drehen. Und ich würde mich auch belesen und einfach Ideen sammeln, was ich täglich machen kann.

D: Also Ideen, was Eltern in den Alltag einbinden können.

Suse: Genau, aber nicht völlig förderungsfanatisch, sondern mehr mit einem Augenmerk auf die Sprachentwicklung. Wie drücke ich mich selbst aus, wie wird in unserer Familie so gesprochen? Wo redet das Kind sehr gerne? Versucht es mir Dinge zu erzählen und ich höre gerade gar nicht richtig zu oder so?

D: Bewusst den Schwerpunkt auf die Stärken legen?

Suse: Ja, ganz viel. Alle Beteiligten rund ums Kind mit einbinden, damit sie ein bisschen darauf achten und dann…

D: Wird das?

Suse: Ja, dann sollte das gehen.

D: Ich danke dir. Das sind ganz viele hilfreiche Infos und Erfahrungen für andere Eltern, die vielleicht gerade an so einem Punkt stehen: „Wie ist das mit der Sprache gerade bei meinem Kind?“ Das ist ein Thema, was Eltern sorgt. Ich danke dir.

Suse: Bitte.

 

Late Talker
Im Schnitt sprechen Kinder mit 2 Jahren ca. 50 Wörter und können Zwei-Wort-Sätze bilden. Kinder mit einem späteren Sprachbeginn, sogenannte Late Talker, sprechen zu diesem Zeitpunkt deutlich weniger und bilden keine Zwei-Wort-Sätze. Die Hälfte der Kinder holt den Rückstand bis zum dritten Geburtstag auf. Bis zum Alter von 3 Jahren spricht man daher von einer Sprachentwicklungsverzögerung. Danach spricht man von einer Sprachentwicklungsstörung.

Sprachentwicklungsstörung

Bei Kindern, die ab einem Alter von 36 Monaten mehr als 6 Monate im Rückstand gegenüber dem Durchschnitt liegen, spricht man von einer Sprachentwicklungsstörung. Das kann unterschiedliche Ursachen haben, z.B. genetische, soziokulturelle oder umweltbedingte Faktoren, aber auch Krankheiten oder Dysfunktion des Gehörs.
Bei Sprachverzögerungen ist es immer wichtig, auch das Gehör zu untersuchen, um gegebenenfalls behandeln zu können.
Sprachtherapien können in logopädischen Praxen durchgeführt werden.

Sprachsstandfeststellung
In Berlin gibt es seit 2008 die Sprachstandsfeststellung ein Jahr vor der Einschulung, in der untersucht wird, ob die Kinder altersgerecht sprechen können. Damit soll sichergestellt werden, dass die Kinder bei Schulbeginn genügend sprechen können, um dem Unterricht folgen zu können.
Bei KiTa-Kindern wird die Sprachstandsfeststellung automatisch in der KiTa durchgeführt, Nicht-KiTa-Kinder werden zu einer externen Prüfung geladen. Entsprechen sie nicht dem altersentsprechenden Stand, wird ihnen eine KiTa-Besuchspflicht auferlegt.
http://www.biff.eu/fileadmin/user_upload/Institut_allgemein/deutsch-merkblatt_sprachfoerderung.pdf

Spielerische Sprachförderung
Die Sprachentwicklung kann man nicht isoliert betrachten, sondern sie hängt eng mit der allgemeinen motorischen Entwicklung zusammen. Toben, rennen, klettern und hüpfen hilft deinem Kind auch, seine sprachlichen Fähigkeiten zu entwickeln.
Besonders Kinder mit einer geringen Muskelspannung entwickeln ein besseres Körpergefühl.
„Du bist richtig, so, wie du gerade bist, und ich unterstütze dich bei dem, was du brauchst.“ Diese Botschaft ist für Kinder wichtig, damit ihr Selbstwert intakt bleibt.
Viele Spiele, die Spaß machen, fördern nebenbei die Mundmotorik, das Sprachverständnis und die Aussprache.
Da ich selbst viel Spaß an solchen Spielen habe und sie auch ohne Anlass mit meinen Kindern spiele, zähle ich ein paar Ideen auf, die du in euren Alltag einbinden kannst. In einem weiteren Artikel werde ich darauf asführlicher eingehen.

  • Singen ist gut für alles, das Herz und den Körper. Es kommt nicht darauf, dass die Töne stimmen, hauptsache, die Freude ist dabei.
  • Tiergeräusche nachahmen, am besten auch das Tier spielen. Ihr könnt gegenseitiges Tiere raten machen: Zischen, bellen, schnurren, muhen, knurren, krähen, meckern, gurren,,,
  • Alltagsgeräusche nachahmen: Eisenbahn, Auto, Waschmaschine, Wind, Wellen, Türquietschen, Klappern, Blubbern…
  • Aus dem letzten Buchstaben eines Wortes ein neues Wort bilden. Das macht schon Dreijährigen Spaß und schult die genaue Aussprache.
  • Grimassen machen. Wer macht die schrägste Grimasse?
  • Reime finden. Das lieben meine Kinder besonders. Wir erfinden gerne kurze Gedichte, manchmal auch mit Phantasiewörtern dazwischen
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