Als wenn das Grau tausend Farben hätte! Leben mit einem hochsensiblen Kind.

Mein ältester Sohn ist hochsensibel.
Zur Zeit seiner Geburt gab es dafür noch keinen Namen.

Für uns war er völlig in Ordnung, so wie er war. Er schaute als Kleinkind verträumt und manchmal etwas erstaunt in die Welt.
Ich sagte damals oft: „Er braucht noch Zeit, um in der Welt hier anzukommen.“
In der Krabbelgruppe, die wir besuchten, beobachtete er am liebsten die anderen Kinder, statt mit den Bauklötzen und Kindern zu spielen. Ich erinnere mich noch, als er einmal bei einem Treffen seine Jacke anbehalten wollte. Da war er ungefähr ein Jahr alt. Und so saß er völlig zufrieden in der dicken Winterjacke in der geheizten Wohnung einer anderen Mutter, während die anderen Kleinkinder in ihren Bodys herumturnten.

Er brauchte viel Zeit, um sich an neue Situationen zu gewöhnen. Waren wir bei Freunden zu Besuch, blieb er am liebsten bei uns und beobachtete die anderen Menschen. Dabei war er nicht schüchtern. Wollte er etwas wissen, dann fragte er auch unvertraute Personen ohne Scheu.

Ich merkte auch, dass er stark auf taktile Reize reagierte. Wäscheetiketten störten ihn, ebenso wie viele Hosen. Es war nicht einfach, Kleidung zu finden, in der er sich wohl fühlte.

SIch viel Zeit zu nehmen war wichtig

Das Hinübergleiten vom Tag in die Nacht brauchte Zeit.
Das Aufwachen morgens dauerte, bis er richtig wach war.
Neue Wege brauchten Zeit.

Für mich war mein Sohn immer völlig normal. Dass er nicht der Norm entsprach, merkten wir im Kindergarten und in der Schule. Im Kinderladen sprach uns eine Erzieherin auf ihn an und meinte: ”Euer Sohn ist anders als Andere. Das wird nicht einfach werden.“

Anders? Mein Kind? Er war perfekt, so wie er war. Einfach richtig!
Mir tat es weh, dass mein Kind nicht „passen“ sollte.

Und dann: die Schule!

Besonders später in der Schule merkten wir, dass er da nicht so leicht hineinpasste.
So viele Eindrücke strömten auf ihn ein. Er war völlig damit beschäftigt, all das zu verarbeiten, was er dort vorfand.
Wir suchten eine Schule aus, von der wir hofften, dass er sich dort wohlfühlen würde. Die wenigen freien Alternativschulen hatten lange Wartelisten, also meldeten wir ihn an einer Waldorfschule an.

Doch unser bisher so ruhiger Sohn stellte sich dort quer, wollte einfach nicht mitarbeiten. Er kletterte unter den Tisch und versteckte sich dort. Sein heißgeliebtes Schachspiel wurde vom Klassenlehrer kritisch gesehen. Zu früh, fand der Lehrer.

An einem der Elternabende wollte der Lehrer von uns Eltern wissen, was wir über die Waldorfschule denken. Ich sagte: „Ich denke, dass ich nicht immer sagen kann, was ich denke, ohne anzuecken.“ Der Lehrer schaute mich lange an.

Beim nächsten Elterngespräch klagte er: „Ich komme an ihren Sohn nicht ran. Ich würde ihn gerne knacken.“

Unser Sohn ist doch keine Nuss, dachten wir und sagten das so ähnlich auch. Der Lehrer meinte dann, unser Sohn wäre wohl noch nicht schulreif gewesen. Auch gut. Wir konnten unseren Sohn also mitten im Schuljahr noch mal zurückstellen lassen.

Unser Sohn entspannte sich wieder spürbar. Wie schön. Keiner gab ihm mehr das Gefühl, nicht okay zu sein. Das tat auch unserem Familienleben gut.

Dann, im Sommer danach, stand die zweite Einschulung für ihn an. Die Schulpflicht rief.
Er kam auf eine Regelschule zu einer montessoriorientierten Lehrerin. Da konnte er viel mehr so sein, wie er war. Er durfte anderen Kindern Schach beibringen, sagte aber: „Mama, die verstehen das einfach nicht.“

Einmal sollten die Kinder ihre Mama malen. Die meisten Kinder malten eindeutig eine Frau. Mein Sohn malte etwas, das aussah wie eine große Eule, die ihre Flügel ausbreitete. Unter einem Flügel schmiegte sich eine kleine Eule.
Die anderen Kinder standen vor dem Bild und riefen: „Häh, was ist denn das?“ Seine Lehrerin erklärte das Bild, das sich in seiner Vielschichtigkeit so von den anderen Bildern unterschied. Ich war froh, dass seine Lehrerin ihm viel Freiraum gab und vor allem sein Wesen wertschätzte.

Schule war trotzdem eine fortwährende Herausforderung für ihn.

Der Lärmpegel, die wechselnden Räume und die verschiedenen Lehrer. So viele Kinder und so unglaublich viele Namen.
In der Schule wollte er freiwillig zum Förderunterricht, weil es da „so schön ruhig“ war.

An Jacken und Taschen zu denken, die, am Morgen mitgebracht, wieder mit heim sollten – ja, das war einfach zuviel.
Ich wühlte fast täglich in der Fundkiste.
Besorgte wieder eine neue Jacke, da die alte nicht mehr auffindbar war.

Mein Sohn malte währenddessen hochkomplexe Bilder und Labyrinthe.

Erfand Spiele.

Schrieb Geschichten.

Nahm alles auseinander, was er an elektrischen Gegenständen finden konnte.

Er wollte den Dingen auf den Grund gehen. Auch um den Preis, dass die Dinge kaputt gingen.

Seine Innenwelt brauchte viel Raum. Hatte er diesen Raum, war er glücklich und zufrieden. Fehlte jedoch dieser Raum, spürte ich schnell, dass etwas nicht stimmte. Seine Lehrerin sprach uns auf eine mögliche Hochbegabung und ADS an. Sie empfahl uns einen Kinderarzt, der sich damit auskennen würde. Wir gingen dorthin und nach einer relativ kurzen Untersuchung bekam mein Sohn die Diagnose ADS. Aha!

Und wir bekamen sogleich ein Rezept für die Ergotherapie mit. Dort ging er eine Weile hin, brachte Wollbüschel, bemalte Schalen und andere Sachen heim. Es gefiel ihm dort gut und so ließen wir ihn hingehen. Die Diagnose ADS zweifelte ich allerdings immer stärker an, je mehr ich mich damit beschäftigte. Das, was ich darüber las, entsprach in so Vielem nicht meinem Sohn.

Wenn ich anderen Menschen meinen Sohn beschreiben wollte, dann sagte ich: „Da, wo andere nur schwarz und weiß sehen, sieht mein Sohn noch 1.000 andere Farben.“

Meine Mutter erzählt gerne zwei Episoden, die ihn gut beschreiben.

  • Einmal war sie mit ihm, da war er ca. 5 Jahre alt, in einem Eiscafe. Er saß schweigend auf seinem Stuhl. Meine Mutter erzählte ihm Geschichten und bot ihm an, ihm etwas vorzulesen oder etwas zu malen. Nach einer Weile schaute er sie an und sagte: „Oma, du brauchst nicht glauben, dass ich mich langweile. Ich denke nach.“
  • Als mein Sohn 8 Jahre alt war, hatte er bereits mitbekommen, dass meine Geschwister und ich als Kinder sehr unter meinem Vater gelitten hatten. Mein Vater, der zu dem Zeitpunkt 78 Jahre alt war, litt inzwischen an leichter Demenz.
    Mein Sohn war sehr gern bei meiner Mutter, die viel jünger als mein Vater war. Als er wieder einmal zu Besuch bei seiner Oma war, sagte er zu Ihr: „Oma, ich möchte mal mit Opa unter vier Augen sprechen.“
    Also blieb sie im Nebenzimmer, bekam aber durch die geöffnete Tür das Gespräch mit.
    Mein Sohn setzte sich seinem Opa gegenüber, der ihn aufmerksam anschaute und sagte: „Opa, ich habe nachgedacht. Dir geht es ja nicht so gut. Wenn du dich bei allen Mensch entschuldigen würdest, denen du in deinem Leben Schlechtes angetan hast, dann würde es dir besser gehen und du könntest leichter sterben.“
    Mein Vater starrte ihn eine Weile sprachlos an. Dann schüttelte er den Kopf und rief: „So ein Quatsch!“
    Mein Sohn stand auf, ging zur Oma und sagte zu ihr: „Tja, ich habe ihm eine Chance gegeben. Wenn er nicht will…“

Die Grundschulzeit verlief trotz alledem ohne schlimme Einbrüche. Wir hatten Glück mit den Lehrern, die ihn im Großen und Ganzen so akzeptierten, wie er war. Außerdem gab es dort einen fantastischen Schulhort, in dem die Kinder Raum für ihre Individualität hatten.

Die schlimme Zeit begann in der Oberschule….

Er wechselte nach der sechsten Klasse auf eine Realschule. Von den Noten her hätte er durchaus auf ein Gymnasium gehen können. Doch ich wusste, wie wichtig ihm Zeit für sich selbst war und wollte ihn nicht dem hohen Lernstress am Gymnasium aussetzen.

Leider war das eine falsche Entscheidung.

Die Zeit dort war katastrophal. Es waren einige sehr aggressive Schüler in der Klasse, die ihn aufs Korn genommen hatten. Er wusste gar nicht, wie er sich dagegen wehren sollte. Er lehnte Gewalt ab und war doch selbst täglich Gewalt ausgesetzt.
Der Klassenlehrer war oft krank und sowieso kaum erreichbar. Er gab seine Privatnummer nicht an uns Eltern, denn er wollte nicht belästigt werden.

Mein Sohn dagegen kam nach der Schule nach Hause, legte sich still auf den Boden und weinte.

Das war für mich eine unglaublich schwierige Situation, denn ich hatte keinen Ansprechpartner, wenn mein Sohn von einer Attacke gegen ihn berichtete. Da der Klassenlehrer nicht anwesend war und der Direktor auch nicht wusste, was er da machen sollte, wandte ich mich bald an die zuständige Schulpsychologin. Sie lernte meinen Sohn kennen und meinte, er müsse schnell auf eine andere Schule. Sie sähe keinen Weg, die Situation an der Schule zu lösen. Er passe von seiner ganzen Art einfach nicht auf diese Schule. Bis wir aber eine andere Schule gefunden hätten, sollte er aber weiterhin auf diese Schule gehen. Die Schulpsychologin fand, sonst könnte er eine Schulphobie entwickeln.

Wie finden wir eine neue Schule mitten im Probehalbjahr?

Mitten im Probehalbjahr der siebten Klasse eine andere Schule zu finden, war ein fast unmögliches Unterfangen. Wir versuchten es an allen möglichen privaten und staatlichen Schulen, von denen wir vermuteten, das Konzept würde für ihn passen. Doch überall blieb die Tür verschlossen.

In der Zwischenzeit gab es wieder solch schlimme Situationen für meinen Sohn, dass ich mich weigerte, ihn weiterhin in die Schule zu schicken. Und tatsächlich war der Direktor bereit, dass wir ihn solange zu Hause lassen konnten, bis wir eine andere Schule gefunden hätten. Das war erst einmal eine große Erleichterung.

Dann, endlich! Die Schulpsychologin fand ein Gymnasium, dessen Direktorin bereit war, unseren Sohn aufzunehmen. Vorraussetzung war allerdings ein IQ-Test, um sicher zu gehen, dass er dem Gymnasium intellektuell gewachsen war. Die Schulpsychologin absolvierte mit ihm einen der üblichen IQ-Tests. In allen Gebieten lag er im hochbegabten Bereich. Die Schulpsychologin meinte nach dem Test zu mir: „Ihr Sohn ist ja ein Philosoph und Physiker.“ Manche Fragen, die ihm gestellt wurden, hatte er erst mal hinterfragt. So ist er. Nimmt nichts einfach so hin. Die Schulpsychologin mochte das zum Glück. Sie schwärmte am Telefon der Direktorin von seinen Fähigkeiten vor.
„Oje“, dachte ich dabei. Dass er klug ist, wusste ich ja. Aber auch, dass es ihm nicht wichtig war, an der Schule Supernoten zu bringen. Anderes war nun mal viel wichtiger für ihn.

Der Schulwechsel löste nicht alle Probleme. Sein Selbstbewusstsein war durch die Zeit an der Realschule so angeknackst, dass es ihm schwer fiel, sich dort zu entspannen
Außerdem gab es eine Dynamik unter den Schülern, die der an der alten Schule nicht unähnlich war, nur schwächer. Denn in der siebten bis neunten Klasse sind die Schüler voll in der Pubertät, verunsichert und mit sich beschäftigt. Sie haben einfach ganz andere Dinge im Kopf als das, was sie in der Schule lernen sollen. Das geht an ihrem Leben vorbei. Gleichzeitig ist der Druck an den Schulen ziemlich hoch. So wird der Stress gerne an Kinder weitergegeben, die irgendwie anders sind. An solche wie meinen Sohn, der selbst völlig friedlich war und an den ganzen Ärgereien nie mitmachen wollte. Ihn belastete es auch, wenn er mitbekam, wie andere geärgert wurden.

Damals kamen auch die ersten Handyvideos auf. Einmal zeigte ihm ein Mitschüler ohne Vorwarnung auf dem Schulhof ein Video, wie ein Hund getötet wurde. Das hat ihn mehrere Tage sehr mitgenommen.
Er konnte solche Erlebnisse nicht wie andere einfach abschütteln. Es ging ihm unter die Haut, ließ ihn nicht los. Wenn er mit solch einem Erlebnis nach Hause kam, wusste ich, dass er es braucht, immer wieder darüber zu reden, um es zu verarbeiten.

Methoden zur Entspannung kennenzulernen, ist sehr wichtig für hochsensible Kinder

Ich versuchte mit ihm, durch verschiedene Methoden sein seelisches Gleichgewicht wiederzufinden. Besonders geliebt hat er die Klangschalenmeditation. Dabei füllte ich Klangschalen unterschiedlicher Größen mit warmem Wasser und stellte sie auf seinen Körper und um ihn herum. Dann brachte ich die Klangschalen zum klingen. Er kam dadurch in eine tiefe Entspannung, die er ja so dringend brauchte.

Im Unterricht waren die anderen schnell genervt, wenn er weitergehende Fragen stellte. So zum Beispiel, als sie den Einzug der Kreuzritter in Jerusalem im Unterricht durchnahmen. Im Lehrbuch stand: „Die Kreuzritter zogen betend durch Jerusalem, dass sie erobert hatten.“
Mein Sohn fragte daraufhin: „Warum beten die Ritter, wenn sie gerade erst ganz viele Menschen ermordet haben?“.
Die Antwort der anderen Schüler war ein genervtes Stöhnen. Für ihn war aber all das, was die Bücher verschwiegen, viel interessanter als der reine Schulstoff.

Ich suchte Wege, um ihn zu unterstützen und zu stärken. Eins der Bücher, was ich mir damals kaufte, hatte den Titel: „Hochbegabt und Hochsensibel!“
„Das ist er“, dachte ich sofort, als ich den Titel las, „er ist hochsensibel.“

Alles, was ich ab dem Zeitpunkt über hochsensible Menschen las, traf in einem Ausmaß auf ihn zu, als wäre es für ihn geschrieben worden.

Mir half es sehr, mich intensiver mit dem Thema Hochsensibilität zu beschäftigen, um Manches von seinem Verhalten besser verstehen zu können. Später erzählte ich ihm – da war er bereits ein junger Erwachsener – von meiner Vermutung, Hochsensibilität wäre vermutlich ein wichtiger Wesenszug von ihm. Zuerst reagierte er darauf ablehnend, doch er begann, sich damit zu beschäftigen. Bei einem Test, den er machte, kam heraus, dass er in so gut wie allen Bereichen hochsensibel reagiert. Er machte den Test auch mit mir und wir fanden heraus, dass ich zwar hochsensibel, aber im unteren Bereich der Hochsensiblität bin. Sein Vater ist auch hochsensibel.

Inzwischen gehört das Wissen über seine Hochsensibilität zu seinem Selbstverständnis. Mittlerweile gibt es viel mehr Informationen zu dem Thema, als noch vor 15 Jahren.
Für uns war es wichtig, viel darüber zu reden und auch ein Stück weit die traumatische Schulzeit zu verarbeiten, die inzwischen zum Glück hinter ihm liegt. Er hat sein Leben jetzt weitestgehend nach seinen besonderen Bedürfnissen ausgerichtet und ist so viel zufriedener, als während des permanenten Stresses in der Schulzeit.

Heute ist die Erinnerung an diese Zeit, die nicht nur unseren Sohn, sondern unser gesamtes Familienleben stark belastete, noch sehr lebendig. Und das ist auch gut so. Viele der Belastungen entstanden durch die Anforderungen der Schule, denen wir kaum ausweichen konnten. Heute würde ich, wenn ich noch mal mit einem meiner jüngeren Kinder in eine solche Situation kommen würde, einen anderen Weg gehen.

Ich würde meinem Kind die Möglichkeit geben, ohne Schule wieder zu sich zu finden. Hochsensible Kinder sind von den Anforderungen der Schule bereits ohne weitere Belastungen schon gefordert genug. Kommen dabei noch Mobbingerfahrungen hinzu, brauchte die Seele Zeit, um zur Ruhe zu kommen. Welche Form des schulfreien Lebens wir dann wählen würden, kann ich jetzt nicht sagen. Sicher ist aber: Ich würde keine Traumatisierung meines Kindes mehr in Kauf nehmen, nur um der Schulpflicht zu genügen.

Dabei bin ich nicht generell gegen Schule. Ich wünsche mir aber, dass meine Kinder ihren Lernweg selbst bestimmen können. Und gerade für hochsensible Kinder kann es zeitweise oder auch länger das Beste für sie und die ganze Familie sein, wenn sie ihre Bildung selbst in die Hand nehmen.

Kein hochsensibles Kind wird durch die Belastungen und Anforderungen weniger sensibel. Im Gegenteil! Durch die permanente Übererregung, die sein System in der Schule erfährt, kann es seine Stressregulatoren nicht gut entwickeln.

Für hochsensible Kinder (natürlich nicht nur für sie) ist es wichtig, Ruhephasen zu haben, wenn sie sie brauchen. Das ist in unseren Regelschulen, so wie sie zurzeit funktionieren, nur selten gewährleistet. Mein jüngerer Sohn geht auf eine freie Alternativschule, in der die Kinder ihrem eigenen Lern- und Lebensrhythmus folgen können. Für mich ist es wohltuend, zu beobachten, wie glücklich mein jüngerer Sohn dort ist.

Noch immer sollen Kinder an eine Norm angepasst werden. Kinder mit besonderen Bedürfnissen und einem Verhalten, das nicht zur Norm passt, erfahren viel Druck seitens der Schule und der Gesellschaft. Dabei können Kinder dann zu glücklichen Erwachsenen heranwachsen, die ihren eigenen Lebensweg gehen, wenn sie sich mit ihrem ganzen Wesen angenommen und geliebt fühlen.

Hochsensible Menschen sind ein Glück für die Welt

Hochsensiblität ist eine Gabe und ein Geschenk. Die Menschheit braucht die hochsensiblen Menschen, die ein eingebautes Frühwarnsystem für veränderte Stimmungen und Schwingungen haben – sei es, dass sie in Urzeiten vor den anderen Clanmitgliedern mitbekommen haben, dass sich in der Natur etwas veränderte. Vielleicht hörten die Vögel auf zu singen und ein Erdbeben stand bevor. Die Hochsensiblen merkten es und konnten die anderen warnen.

Oder auch, wenn in einer Gruppe etwas verändert. Die Hochsensiblen spüren oft ganz früh, wenn sich das Gruppenklima verändert.

Ich bin froh, durch meinem Sohn immer wieder auf Dinge hingewiesen zu werden, die ich sonst in meiner Schnelligkeit übersehen hätte. Das macht mein Leben reicher und schöner, und dafür bin ich meinem Sohn dankbar.
Fast jeder Fünfte in unserer Gesellschaft ist wahrscheinlich hochsensibel. In der nächsten Woche geht Svenja Loewe vom Blog „Die Loewenfamilie“ auf hochsensitive Kinder und das Problem mit der Gesellschaft ein. Sie zeigt Strategien auf, wie Eltern ihrem hochsensiblen Kind helfen können. Hier geht es zu dem Artikel.

Wie geht es euch mit dem Thema Hochsensiblität? Seid ihr selbst hochsensibel? Oder ist eins eurer Kinder hochsensibel?
Ich freue mich, von euren Erfahrungen zu hören.

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